Veranstaltungen 2014

März - Mai 2014
Vortragsreihe: Das Konzil von Konstanz. Geschichte und Aktualität 1414-1418

Vor 600 Jahren wurde das Konstanzer Konzil eröffnet. Es war ein "Weltereignis des Mittelalters". Konstanz war für vier Jahre Mittelpunkt des kirchlichen und politischen Geschehens im christlichen Abendland.
Der große Aufgaben wollte das Konzil lösen: die Überwindung des sogenannten Drei-Päpste-Schismas (causa unionis), was mit der Wahl Martins V. zum Papst auch gelang. Die belastenden Glaubensstreitigkeiten (causa fidei) wurde dagegen kaum ernsthaft diskutiert und führten mit der Hinrichtung der böhmischen Reformatoren Johannes Hus und Hieronymus von Prag zu neuen Glaubenskriegen. Die dringend nötige Reform der Kirche (causa reformationis) wurde bestenfalls angegangen, aber nicht zu Ende geführt. Immerhin wurden bis heute diskutierte Beschlüsse gefasst, wonach die Mitsprache der Ortskirchen in regelmäßig tagenden Konzilien gesichert werden und so dem päpstlichen Zentralismus einschränken sollten. Der Kaiser fällte auf dem Konzil für die deutsche und vor allem die süddeutsche Geschichte folgenreiche Entscheidungen.

Die Vortragsreihe, die zwischen März und April an verschiedenen Orten stattfand, griff einzelne Aspekte dieses in unserer Region einmaligen Ergnisses auf und fragte nach seiner Aktualität für die heutige Zeit.

Die Vorträge im Einzelnen:

Montag, 17. März 2014, 19.30 Uhr (Ravensburg)
Heilig-Geist-Spital, Bachstr. 57

Prof. Dr. Konstantin Maier, Eichstätt:
Das "verruchte" Papstschisma und die Kirche des Abendlandes. Die Dekrete des Konzils von Konstanz und die Reform der Kirche

Die erste Sitzung des Konzils im Konstanzer Münster
Donnerstag, 3. April 2014, 19.30 Uhr (Biberach)
Gemeindehaus St. Martin, Kirchplatz

Wolfgang Urban M.A.:
Aufbruch in die Neuzeit. Der Humanismus und das Konzil von Konstanz.
Die gelehrten Teilnehmer am Konzil bei der Fronleichnamsprozession
Mittwoch, 7. Mai 2014, 18.00 Uhr (Weingarten)
Pädagogische Hochschule, Kirchplatz 1, Festsaal

Prof. Dr. Franz Quarthal, Rottenburg:
Der Zusammebruch der habsburgischen Herrschaft in Oberschwaben, eine Folge des Konstanzer Konzils.
Die Flucht Herzog Friedrichs IV. von Österreich aus Konstanz
Mittwoch, 21. Mai 2014, 19.30 Uhr (Ravensburg)
Museum Humpis-Quartier, Marktstr. 45

Dr. h.c. Elmar L. Kuhn, Überlingen:
Oberschwaben und das Konstanzer Konzil.
Empfänger von Lehen danken dem Kaiser
Montag, 26. Mai 2014, 19.30 Uhr (Friedrichshafen)

Prof. Dr. Konstantin Maier, Eichstätt:
Die Konzilsidee von Konstanz bis zum II. Vatikanischen Konzil. Eine historische Anfrage für die Zukunft.
Die Kardinäle ziehen in das Konklave ein