Aktuelles und Termine


Buchvorstellung des Tagungsbandes "Die Bischöfe Conrad  Gröber und Joannes Baptista Sproll und der Nationalsozialismus"

 

Am Mittwoch, 20. April 2022, 19 Uhr, wird im Festsaal von Schloss Meßkirch der aus einer wissenschaftlichen Tagung im Herbst 2018 hervorgegangene Band „Die Bischöfe Conrad Gröber und Joannes Baptista Sproll und der Nationalsozialismus. Historischer Kontext und historisches Erinnern“ öffentlich vorgestellt. Mit der von der Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur sowie der Stadt Meßkirch veranstalteten Buchvorstellung ist eine öffentliche Gesprächsrunde „Haltung und Handlungsspielräume. Zwei Bischöfe und ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus im Vergleich“ verbunden, an der unter der Moderation von Kreisarchivar und Geschäftsführer der Gesellschaft Oberschwaben Dr. Edwin Ernst Weber der Würzburger Kirchenhistoriker und Experte zu beiden Bischöfen Prof. Dr. Dominik Burkard, der Villinger Historiker Clemens Joos und der Leiter des Erzbischöflichen Archivs Freiburg Dr. Christoph Schmider mitwirken. Im Anschluss an die Buchvorstellung kann das Buch mit Beiträgen von zwölf Experten zum Preis von 29 Euro erworben werden.

 

 

 

Das Verhältnis der Kirchen und zumal ihrer Bischöfe zum Nationalsozialismus steht immer wieder aufs Neue in der öffentlichen wie der wissenschaftlichen Diskussion. Der Tagungsband nimmt vergleichend die beiden südwestdeutschen Diözesanbischöfe Conrad Gröber und Joannes Baptista Sproll in den Blick, mit ihrem gesellschaftlich-religiösen Hintergrund im badischen bzw. württembergischen Oberschwaben in der Zeit des Kulturkampfs und der katholischen Milieubildung, ihrem Werdegang und Episkopat sowie ihrem „Nachleben“. Das Interesse gilt den individuellen Prägungen und dem markant unterschiedlichen Verhalten gegenüber dem NS-Staat: zumindest zeitweilig Zustimmung und Bemühen um Kooperation bei Gröber, grundsätzliche Distanz und mutiger Protest bei dem schließlich aus seiner Diözese verwiesenen Sproll. Thema ist aber auch die sich mehrfach wandelnde öffentliche wie wissenschaftliche Bewertung der beiden Bischöfe von 1945 bis zur Gegenwart.

 

 

 



 

Erzbischof Conrad Gröber nach dem Zweiten Weltkrieg (Vorlage: Erzbischöfliches Archiv Freiburg) li.

 

Bischof Joannes Baptista Sproll als „Bekennerbischof“ (Vorlage: Gedenkschrift von Alfons Späth von 1983) re.

 

 

 

Weihnachtsbrief des Vorsitzenden der Gesellschaft Oberschwaben vom Dezember 2021

 

Liebe Mitglieder der Gesellschaft Oberschwaben,

 

 

 

wieder ist ein Jahr zu Ende gegangen, das vor allem in den ersten und sodann wieder in den letzten Wochen einen für viele sehr belastenden Verlauf nahm. Auch der Blick in die Zukunft ist nach wie vor von sehr viel Unsicherheit geprägt - eine Situation, die wir uns ganz anders gewünscht und die viele so auch nicht erwartet haben. Dennoch möchte ich mit diesem Brief zu Weihnachten einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate geben und anschließend mit dem Ausblick auf das Jahr 2022 ein bisschen für Vorfreude auf interessante und anregende Vorhaben sorgen, soweit dies unter den gegebenen Umständen eben möglich ist.

 

 

 

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben auch für die Gesellschaft Oberschwaben 2021 lange Zeit alle Präsenzveranstaltungen verunmöglicht. Unser Geschäftsführer Dr. Edwin Weber hat über viele Monate hinweg auf virtuellem Weg für wertvollen Ersatz gesorgt. So konnten jene Mitglieder der GO, die einer Aufnahme in den elektronischen Kulturverteiler zugestimmt hatten, zu insgesamt zehn regional interessanten Vorträgen, Gesprächsrunden und Lesungen im Rahmen der Online-Reihe „Kulturelle Seelsorge in Corona-Zeiten“ des Kreiskulturforums Sigmaringen eingeladen werden. Die Resonanz war ausgesprochen positiv, regelmäßig waren es mehrere hundert Interessenten, die im Livestream oder nachträglich in der Mediathek die Filmaufzeichnungen verfolgten.

 

 

 

Auf besonders starken Anklang stießen eine Gesprächsrunde „Die NS-Herrschaft in Oberschwaben: Forschungsstand und Erinnerungskultur“, die noch im November des Vorjahres stattfand. Auch die nachfolgend genannten Vorträge wurden sehr gut nachgefragt. Rolf Waldvogel referierte am 5. Januar 2021 über „Rassismus an der Krippe? Der Streit um den Ulmer Mohrenkönig: Kulturhistorische und gesellschaftspolitische Hintergründe“. Dr. Edwin Ernst Weber sprach am 22. Februar 2021 über „Historisches ‚Erinnern in Straßennamen und Jubiläen: Ein Erfahrungsbericht aus 30 Jahren lokaler Geschichtsvermittlung“. Dr. Helga Müller-Schnepper klärte uns am 10. März 2021 darüber auf, „Warum die Badener keine Schwaben mehr sein wollen“. Ich selber habe am 14. April 2021 gezeigt, wie Oberschwaben als eine von Gletschern geformte Landschaft entstanden ist. Edwin Weber stellte am 5. Mai 2021 unter dem Titel „Kult, Burgen, Wasser und Grenzen“ das landschaftlich spektakuläre Durchbruchstal der Donau durch die Schwäbische Alb mit seiner Kultur- und Siedlungsgeschichte vor. Und schließlich sprach Prof. Dr. Thomas Zotz am 15. Juni 2021 über „Schwaben und Alemannen. Zu den Anfängen und frühen Zeugnissen eines Volks“. Erfreulich war auch das Interesse an den Lesungen. Am 3. Februar 2021 erfuhren wir so historisch und biografisch Spannendes aus der Lebensbeschreibung der Sigmaringer Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern. Am 12. und 14. Mai 2021 lasen sieben oberschwäbische Autorinnen und Autoren, darunter Arnold Stadler und Peter Blickle, aus eigens verfassten Kurzgeschichten und Essays zum Thema „Erinnern“. Mit der Gesprächsrunde „Nicht systemrelevant oder geistiges Lebensmittel?“ mit oberschwäbischen Kulturschaffenden wagte die Gesellschaft Oberschwaben am 26. Mai 2021 den Versuch einer Positionsbestimmung der regionalen Kultur in der Coronakrise.

 

 

 

Alle Online-Angebote können Sie auch nachträglich noch über die Youtube-Kanäle der Gesellschaft Oberschwaben: https://www.youtube.com/channel/UC0zdc3JSpV1aNxwC1_U9kCg oder des Landkreises Sigmaringen: https://www.youtube.com/channel/UCVLo9NmVsPravocHzfy9bAQ/videos aufrufen und sich anschauen.

 

 

 

Präsenzveranstaltungen

 

 

 

Groß waren nach unserer Wahrnehmung die Freude und die Resonanz, als wir nach der Sommerpause wieder Präsenzveranstaltungen anbieten konnten. Am 5. September 2021 startete das Präsenzprogramm mit einer geologisch-kulturgeschichtlichen Wanderung entlang der europäischen Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau südlich von Pfullendorf. Zusammen mit Herrn Weber und mir machten sich rund 30 wanderfeste Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg von Straß nach Aftholderberg und stärkten sich abschließend beim gemeinsamen Vesper im Gasthof „Zum Hirschen“ in Straß.

 

 

 

Am 9. Oktober 2021 trafen sich dann fast 90 Vereinsmitglieder zu einem historisch-musikalischen Nachmittag im ehemaligen Kloster Obermarchtal anlässlich des 250. Todesjahres des Prämonstratensers und Barockkomponisten Isfrid Kayser. Das Programm mit Vortrag, Führung, Konzert und nicht zuletzt einer kommunikativen Kaffeepause machte sichtlich allen Freude.

 

 

 

Schließlich fand am 23. Oktober 2021 noch die Mitgliederversammlung unseres Vereins statt. Dass mit Buttenhausen ein Ort im Tal der Großen Lauter und damit eigentlich mitten auf der Schwäbischen Alb als Veranstaltungsort gewählt wurde, ließ nicht unbedingt erwarten, dass annähernd 80 Mitglieder und Gäste am Programm teilnehmen wollten. Mit Führungen in der Erinnerungsstätte Matthias Erzberger, auf dem Jüdischen Friedhof und im Jüdischen Museum Buttenhausens wurde sowohl des vor 100 Jahren von Rechtsradikalen ermordeten bedeutenden Demokraten und Zentrumspolitikers mit engem Oberschwabenbezug als auch der jüdischen Vergangenheit der Ortschaft gedacht. Im Anschluss an die eigentliche Mitgliederversammlung rundete der Vortrag von Benjamin Dürr zu Leben, Werdegang und politischer Bedeutung Erzbergers das Programm ab. Besonders durften wir uns auch über den äußerst freundlichen Empfang durch die Stadt Münsingen freuen. Bürgermeister Mike Münzing stellte dabei Stadt und Ortsteile kurz vor und betonte die Bedeutung des UNESCO-Biosphärengebiets bzw. des UNESCO-Geoparks Schwäbische Alb. Hier kämen, wie in kaum einer anderen Region, natur- und kulturlandschaftliche Highlights zusammen. Natürlich kennen wir Oberschwaben noch weitere solche Landschaften …

 

 

 

Aktiv geblieben ist auch das von den Vorstandsmitgliedern Dr. Stefan Feucht und Dr. Maximilian Eiden koordinierte Kulturnetzwerk Bodensee-Oberschwaben. Zahlreiche Kulturamtsleiter trafen sich zu einem virtuellen Austausch am 16. Dezember 2020 und leibhaftig am 23. September 2021 in Wangen.

 

 

 

Eine wichtige Aufgabe von Geschichtsvereinen ist das Erinnern – an die Vergangenheit und das kulturgeschichtliche Erbe der jeweiligen Landschaft, aber auch an prägende Persönlichkeiten des jeweiligen Vereins und des Kulturlebens insgesamt. Nachdem wir bei der Mitgliederversammlung 2018 in Eglofs mit einer Gesprächsrunde an die Persönlichkeit und die bleibenden Impulse unseres im Vorjahr verstorbenen Gründungsvorsitzenden Prof. Dr. Peter Blickle erinnert haben, wollten wir dies 2021 zum Gedenken an unser im Juli 2020 verstorbenes ehemaliges Vorstandsmitglied und langjährigen Mitherausgeber unserer Wissenschaftlichen Schriftenreihe Prof. Dr. Rolf Kießling fortsetzen. Bedauerlicherweise musste die am 19. November in Memmingen geplante Gedenkveranstaltung Corona-bedingt abgesagt werden. Wir versuchen mit unseren bayerisch-schwäbischen Partnern jetzt 2022 einen neuen Termin zu finden.

 

 

 

Veröffentlichungen

 

 

 

Mit halbjähriger Verzögerung erschien im Juli 2021, zum zweiten Mal unter der Redaktion unseres Vorstandsmitglieds Dr. Maximilian Eiden, das Mitgliedermagazin u.a. mit Beiträgen von Rolf Waldvogel (nochmals zum Mohrenkönig in der Weihnachtskrippe) und von Frank Brunecker zur oberschwäbischen Erfolgsgeschichte der Firma Liebherr.

 

 

 

Der aus einer Tagung im März 2019 hervorgegangene Tagungsband „Zwischen Mittelalter und Reformation. Religiöses Leben in Oberschwaben um 1500“ unter der Herausgeberschaft unserer Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Sabine Holtz und Prof. Dr. Sigrid Hirbodian sowie von Dr. Petra Steymans-Kurz in der Wissenschaftlichen Schriftenreihe der GO und in Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart konnte Ende November 2021 im Druck fertiggestellt werden. Aufgrund der erneuten Verschärfung der Pandemie haben wir uns entschieden, die öffentliche Buchvorstellung in das Frühjahr 2022 zu verschieben, wollen Ihnen dieses interessante und ansprechend bebilderte Sammelwerk zu einer bislang noch wenig erforschten wichtigen Periode der regionalen Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte aber gleichwohl bereits jetzt zum Erwerb und vielleicht auch als Weihnachtsgeschenk anbieten. Ein Infoflyer zu diesem Tagungsband liegt dieser Sendung bei. Sie können das Buch in Ihrer Buchhandlung oder bei unserer Geschäftsstelle im Landratsamt Sigmaringen (Email: kultur@LRASIG.de) bestellen und sich zusenden lassen.

 

 

 

Der gleichfalls aus einer Tagung im Herbst 2018 in Meßkirch hervorgegangene Tagungsband „Die Bischöfe Conrad Gröber und Joannes Baptista Sproll und der Nationalsozialismus. Historischer Kontext und historisches Erinnern“ unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Dietmar Schiersner, Dr. Christoph Schmider und Dr. Edwin Ernst Weber als Kooperationsprojekt mit den beiden katholischen Diözesangeschichtsvereinen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart befindet sich im Druck, kann aufgrund der aktuellen Lieferengpässe beim Papier aber erst im Februar 2022 ausgeliefert werden. Gerne können Sie auch dieses dem Verhältnis zwischen Kirche und Nationalsozialismus in Geschichte und Erinnerung gewidmete Buch bei unserer Geschäftsstelle vorbestellen. Im Frühjahr 2022 planen wir öffentliche Buchvorstellungen in Meßkirch, Freiburg, Stuttgart und voraussichtlich auch in Konstanz.

 

 

 

Die Zeitschrift „Ulm und Oberschwaben“, zum zweiten Mal unter der oberschwäbischen Redaktion von Frank Brunecker und in bewährter und guter Zusammenarbeit mit dem Verein für Kunst und Altertumskunde in Ulm und Oberschwaben erstellt, erhalten Sie wie gewohnt als Jahresgabe mit diesem Weihnachtsbrief. Ich hoffe sehr, dass Sie im breiten Spektrum der abgehandelten Themen quer durch die Geschichtsepochen für Sie Interessantes und Anregendes finden. Auch hier mussten wir die eigentlich am 15. Dezember 2021 in Biberach vorgesehene Buchvorstellung absagen und in das Frühjahr 2022 verschieben.

 

 

 

Zum Tod von Dr. Guntram Blaser

 

 

 

Am 25. Juli 2021 ist nach langer, mit großer Tapferkeit ertragener Krankheit unser hoch geschätzter Mitgründer, „Patron“ und Ehrenmitglied Landrat a.D. Dr. Guntram Blaser im Alter von 86 Jahren verstorben. Seine menschliche Zugewandtheit, seine humorvolle Identifizierung mit Oberschwaben und sein Verständnis von Kultur als geistigem Lebensmittel haben uns inspiriert. Er hat sich um Oberschwaben und unseren Verein verdient gemacht, und wir gedenken seiner in großer Dankbarkeit. In „Ulm und Oberschwaben“ finden Sie einen von Dr. Elmar L. Kuhn verfassten Nachruf auf ihn. Für das kommende Jahr planen wir eine Erinnerungsveranstaltung zu seinen Ehren.

 

 

 

Ausblick auf 2022

 

 

 

Wie eingangs bereits angedeutet muss der Ausblick auf die kommenden Vereinsaktivitäten leider wieder mit einem Vorbehalt beginnen. Alle folgenden Anmerkungen zu den angedachten bzw. geplanten Programmpunkten sind vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie zu lesen. Wahrscheinlich wird es wieder kurzfristige Entscheidungen geben, die dann auch schnelle Kommunikationswege erfordern. Wir werden sicher wieder auf unseren aufgebauten E-Mail-Verteiler zurückgreifen, um zeitnah informieren zu können. Sollten Sie dort noch nicht vertreten sein und die Aufnahme wünschen, können Sie gerne Ihre Einwilligung der Geschäftsstelle mitteilen (Email: kreisarchiv@LRASIG.de).

 

 

 

Mit Blick auf die Entwicklungen des Infektionsgeschehens in den vergangenen Wochen ist aktuell leider nicht davon auszugehen, dass über den Winter leibhaftige Begegnungen und Veranstaltungen möglich bleiben. Sollte sich die Situation im Frühjahr 2022 entspannen, werden wir bei den dann hoffentlich wieder möglichen Präsenzveranstaltungen wie zuletzt um Voranmeldung unter Angabe von Kontaktdaten bitten und alle behördlichen Vorgaben einhalten müssen (3G- bzw. 2G-Nachweis, ggf. zusätzlich Testnachweis, Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes, etc.).

 

 

 

Nach zweijähriger Pause hoffen wir sehr, 2022 wieder einen Oberschwabentag veranstalten zu können. Aus Anlass des 900jährigen Jubiläums des Prämonstratenserordens 2021 würden wir diesen Tag gerne im Prämonstratenserkloster Roggenburg im bayerischen Oberschwaben veranstalten. Mit dem Konvent zusammen haben wir jetzt hoffnungsvoll und zuversichtlich Samstag, 4. Juni 2022, als Termin vorgemerkt. Geplant sind Vorträge zur Geschichte der bedeutenden oberschwäbischen Prämonstratenser-Zirkarie bis zur Säkularisation und zur Gegenwart des prämonstratensischen Ordenslebens in Roggenburg sowie Führungen durch die Klosteranlage. Mit dem Oberschwabentag wollen wir die Vergabe des Franz-Ludwig-Baumann-Preises an den Tübinger Promovenden Tjark Wegner für seine Studie „Handlungsweisen, Kommunikation und Netzwerke im Spätmittelalter. Der Ulmer Stadtrat im Konflikt mit geistlichen Einrichtungen 1376-1531“ verbinden.

 

 

 

Höhepunkt im wissenschaftlichen Programm der GO im kommenden Jahr wird vom 29. Sept. bis 1. Okt. 2022 die Tagung „Wirtschaft in Oberschwaben von 1850 bis zur Gegenwart“ in der Schwäbischen Bauernschule Bad Waldsee unter der Tagungsleitung von Prof. Dr. Sigrid Hirbodian, Frank Brunecker und Dr. Edwin Ernst Weber sein. Damit beschließen wir unsere dreiteilige Erkundung der regionalen Wirtschaftsentwicklung durch sieben Jahrhunderte. Im Rahmen der Tagung soll der Band zur Vorgängertagung „Wirtschaft in Oberschwaben 1600 bis 1850“ öffentlich vorgestellt werden.

 

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Sigmaringen und hoffentlich vielen Geschichtsvereinen und Archiven aus ganz Oberschwaben planen wir erstmals einen „Tag der Regionalgeschichte“ mit Vorträgen, Führungen und dem gegenseitigen Kennenlernen und Austausch der geschichtlich Interessierten und Forschenden in der Region. Geschichtsvereine und Archive aus ganz Oberschwaben sind eingeladen, sich mit ihren aktuellen Projekten und Publikationen in Infoständen vorzustellen. Als Termin haben wir Samstag, 16. Juli 2022, in Sigmaringen vorgesehen.

 

 

 

Nach dem gelungenen Start in diesem Jahr wollen wir die Reihe der geologisch-kulturgeschichtlichen Wanderungen entlang der Wasserscheide Rhein-Donau im Sommer 2022 fortsetzen. Voraussichtlich werden wir einen Streckenabschnitt im Landkreis Ravensburg wählen. Den genauen Termin wollen wir Ihnen über die Homepage sowie den Email-Verteiler rechtzeitig mitteilen.

 

 

 

Hinzu kommen, wie bereits erwähnt, öffentliche Buchvorstellungen der Tagungsbände „Religiöses Leben in Oberschwaben um 1500“ und zu den südwestdeutschen katholischen Bischöfen Gröber und Sproll und ihrem Verhältnis zum Nationalsozialismus sowie der Zeitschrift „Ulm und Oberschwaben“, sobald dies die Pandemie im Frühjahr 2022 erlaubt. Auch hierzu erhalten Sie rechtzeitig Einladungen.

 

 

 

Sie sehen also: Sollte uns die Pandemie nicht abermals Steine in den Weg legen, erwartet uns alle ein reichhaltiges, vielfältiges Programm, auf das wir uns alle freuen dürfen.

 

 

 

Danke!

 

 

 

Wie immer steht am Ende eines solchen Briefes der Dank für das geleistete und für das bevorstehende Engagement. Danken möchte ich ganz herzlich unserem Schatzmeister Herrn Bücher mit seiner Mitarbeiterin Frau Fetscher für die fundierte Begleitung in allen finanziellen Dingen und allen Mitgliedern des Vorstands für die vielfältige Mitarbeit in unterschiedlichsten Aufgabenfeldern. Der Dank gilt dabei an allererster Stelle unserem Geschäftsführer Herrn Dr. Weber. Ohne sein großes Engagement wäre vieles, was in den obigen Zeilen rückblickend bzw. vorausschauend zu lesen ist, nicht möglich.

 

 

 

Natürlich gilt unser Dank aber auch jenen, die unsere Aktivitäten und Veranstaltungen im vergangenen Jahr durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht und mitgestaltet haben: der Stiftung Oberschwaben, den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken und dem Sparkassenverband Baden-Württemberg.

 

 

 

Werbung um neue Mitglieder

 

 

 

Mit einem großen Anliegen möchte ich mich abschließend noch an Sie alle als treue und interessierte Mitglieder unseres Vereins wenden: Die Gesellschaft Oberschwaben konnte 2021 ihr 25jähriges Bestehen begehen, wobei die gebührende Feier dieses Geburtstages Pandemie-bedingt leider entfallen musste und hoffentlich im neuen Jahr nachgeholt werden kann. Viele Mitglieder, die unserem Verein vor einem Vierteljahrhundert in den „besten Jahren“ beigetreten sind, sind mittlerweile in die Jahre gekommen, können durch Krankheit und Alter nicht mehr an unseren Veranstaltungen teilnehmen oder sind verstorben. Auch wenn wir uns alljährlich über zumeist um die 20 Neueintritte freuen dürfen, darunter auch viele jüngere Menschen und auch Studentinnen und Studenten, die wir mit Stipendien und Preisen in ihren der regionalen Geschichte gewidmeten Forschungsvorhaben auch in besonderer Weise zu fördern uns bemühen, übersteigt gleichwohl bereits seit mehreren Jahren die Zahl der Abgänge jene der Neuzugänge.

 

 

 

Daher meine große Bitte: Werben Sie in Ihrem persönlichen wie beruflichen Umfeld, bei den jüngeren wie auch bei den nicht mehr ganz so jungen Geschichts- und Kulturinteressierten für den Beitritt zur Gesellschaft Oberschwaben. Eine Mitgliedschaft „lohnt sich“: durch anregende Veranstaltungen und Veröffentlichungen, durch die gemeinsame Erkundung der regionalen Geschichte und Kultur, durch Begegnungen mit oberschwäbischen Landsleuten und nicht zuletzt die gemeinsame Stärkung des oberschwäbischen Regionalbewusstseins als unserem wichtigsten Satzungsauftrag.

 

 

 

Für das neue Jahr 2022 wünsche ich uns allen in erster Linie Gesundheit und die hoffnungsvolle Zuversicht, dass wir uns trotz der schwierigen Verhältnisse alsbald wieder bei Veranstaltungen begegnen können.

 

 

Weingarten, im Dezember 2021

 

 

 

Mit herzlichen Grüßen

 

 

 

 

Prof. Dr. Andreas Schwab

 

Vorsitzender

 

 

 


Neuerscheinungen 2020

Edwin Ernst Weber, Thomas Zotz (Hrsg.)

Herrschaft, Kirche und Bauern im nördlichen Bodenseeraum in karolingischer Zeit

(Oberschwaben - Forschungen zur Landschaft, Geschichte und Kultur, 5),

W. Kohlhammer , Stuttgart 2020

Preis: 29,00 EUR

 

Erhältlich im Buchhandel oder über die Geschäftsstelle der Gesellschaft Oberschwaben.

 

 

 

 

Maria Würfel:

Starke Frauen. Oberschwäbische Äbtissinen zwischen Reformation und Säkularisation, (Oberschwaben - Ansichten und Aussichten; 13), Ubstadt-Weiher, verlag regionalkultur, 2020

Preis: 20,00 EUR

 

Erhältlich im Buchhandel oder über die Geschäftsstelle der Gesellschaft Oberschwaben!

 

Weitergehende Informationen zum Band finden sie hier.

 

 

Zotz, Thomas/Schmauder, Andreas/Kuber, Johannes (Hg.):

Von den Welfen zu den Staufern. Der Tod Welfs VII. 1167 und die Grundlegung Oberschwabens

im Mittelalter, (Oberschwaben. Forschungen zu Landschaft, Geschichte und Kultur, Bd. 4), Stuttgart, W.Kohlhammer, 2020

Preis: 29,00 EUR

 

Erhältlich im Buchhandel oder über die Geschäftsstelle der Gesellschaft Oberschwaben!


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Kontakt

Geschäftsstelle Gesellschaft Oberschwaben

Landratsamt Sigmaringen

Stabsbereich Kultur und Archiv

 Leopoldstraße 4

72488 Sigmaringen

 

Tel.: 07571/102-1142

Fax: 07571/102-1199

Email: kreisarchiv@lrasig.de